Mit dem Begriff Batterie ist eigentlich eine Zusammenschaltung mehrerer gleichartiger galvanischer Zellen bzw. Elemente gemeint. Im alltagssprachlichen Gebrauch wird der Begriff aber nur selten trennscharf verwendet. So dient er sowohl als Bezeichnung für einzelne (nicht wieder aufladbare) Zellen („Primärzellen“) als auch für wieder aufladbare „Sekundärzellen“, die besser „Akkumulatoren“ genannt werden sollten. Beispielsweise verwischt die Bezeichnung „Autobatterie“ den Umstand, dass diese Stromquelle wieder aufladbar ist.

Für eine erste Annäherung erscheint es sinnvoll, auf solche Unterscheidungen zunächst zu verzichten und die Batterie als eine vom Netz unabhängige Stromquelle zu betrachten. Naheliegend erscheint dabei die Frage, woher der Strom kommt.

batterie

Zur Beantwortung dieser Frage eignet sich ein einfacher Versuchsaufbau: Eine Kupfer- und eine Zinkplatte sind über getrennte Kabel mit einem „Wundermotor“ verbunden. Werden die Platten mit einer in (beispielsweise) Essigwasser getränkten Lage eines Papiertaschentuchs „verklebt“, läuft der Motor an.

Ob und wie weit dieses Phänomen in dieser Altersstufe aufgeklärt werden sollte, bleibt dahingestellt. Ausgeschlossen scheint, dass hier die elektrochemische Spannungsreihe erklärt oder die Normalpotenziale von Kupfer und Zink thematisiert werden sollen. Näher liegt da eine Unterscheidung edler (Kupfer) von unedlen Metallen (Zink), bei deren Aufeinandertreffen es in einem wässrigen Milieu zu solch „elektrischen“ Erscheinungen kommt.



Der „Wundermotor“ ist eine Glockenankermotor mit einer Anlaufspannung von weniger als 0,1 V, der sich mit einem Leerlaufstrom von weniger als 2 mA begnügt. Zu beziehen ist dieser Motor bei der Firma Lemo-Solar. Dort kann auch der komplette Bausatz erworben werden unter der Bezeichnung „Zitrone, Apfel und Wassermotor„.